TV Jahn gewinnt 44. Niedersächsische Frauenmeisterschaft

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TV Jahn gewinnt 44. Niedersächsische Frauenmeisterschaft

FUSSBALL
von Yannik Kühnel
 

TV Jahn Delmenhorst gewinnt 44. Niedersächsische Frauenmeisterschaft. Anna Mirbach erzielte alle vier Tore beim 4:2-Sieg gegen Sparta Göttingen

Dank der überragenden Anna Mirbach gewann der TV Jahn Delmenhorst am Sonntag die Niedersächsische Frauenmeisterschaft. Beim 4:2-Sieg gegen Sparta Göttingen erzielte die Stürmerin alle vier Treffer. In einem gutklassigen und spannenden Finale im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion hielten die Frauen von Sparta Göttingen vor rund 150 Zuschauern lange Ziel sehr gut mit. Am Ende setzten sich aber die Spielerinnen aus Delmenhorst verdient durch, weil sie über 90 Minuten mehr Torgefahr ausstrahlten. Der TV Jahn steigt damit in die Regionalliga, der dritthöchsten Spielklasse, auf.

Das Endspiel der beiden Oberligameister begann für den TV Jahn Delmenhorst (Staffelsieger West) optimal. Bereits in der 6. Minute erzielte Anna Mirbach ihren ersten Treffer. Davon ließ sich Sparta Gölttingen (Staffelsieger Ost) aber nicht beeindrucken. Sie spielten in der Folgezeit mutig nach vorn, allerdings ohne sich dabei klare Tormöglichkeiten herausspielen zu können.

Die zweite Hälfte hatte dann einen hohen Unterhaltungswert, weil beide Teams immer wieder die Offensive suchten, ihre Abwehrarbeit dabei aber ein wenig vernachlässigten. Der verdiente Ausgleichstreffer fiel in der 48. Minute durch Ramona Reichpietsch. Sechs Minuten später gingen die Göttingerinnen durch Jennifer Rust sogar mit 2:1 in Führung.

Mit einem Doppelschlag in der 62. und 63. Minute drehten die Delmenhorsterinnen das Spiel zu ihren Gunsten. Wieder war Anna Mirbach nicht zu stoppen und erzielte ihre Treffer zwei und drei. Schließlich gelang ihr ein lupenreiner Hattrick, als sie in der 79. Minute mit einem sehenswerten Kopfball für den 4:2 Endstand sorgte.

TV Jahn Delmenhorst war 1975 und 1979 erfolgreich und holte sich nun nach 36 Jahren einen weiteren Meisterschaftstitel. Sparta Göttingen hat die seit 1972 ausgetragene NFV-Meisterschaft bereits fünfmal gewonnen (1972, 1973, 1974, 1976 und 2003).

Nach der Siegerehrung durch die Vorsitzende des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses, Karen Rotter, und Spielleiterin Gabriele Immerthal gab es im Anschluss für beide Mannschaften und den Offiziellen ein Bankett im Sporthotel Fuchsbachtal. Der Endspielsieger erhielt einen Geldpreis in Höhe von 300 Euro. Platz 2 wurde mit einer 150-Euro-Prämie belohnt.

Die Trainerstimmen:

Claus-Dieter Meier (TV Jahn Delmenhorst): »Es war ein spannendes und flottes Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften suchten die Offensive. Wir waren etwas besser. Ich habe auch nach dem Rückstand an meine Mannschaft geglaubt. Kompliment an Anna Mirbach, die einen tollen Tag erwischt hat.«

Norbert Meyer (Sparta Göttingen): Wir sind trotz der Niederlage mit unserer Leistung zufrieden. Meine Spielerinnen haben nicht enttäuscht und mutig nach vorn gespielt. Uns fehlte vor allem in der der ersten Hälfte der letzte, entscheidende Pass zum Torerfolg.«

Sparta Göttingen – TV Jahn Delmenhorst 2:4 (0:1))

Tore: 0:1 (6. Minute) Anna Mirbach, 1:1 (48.) Ramona Reichpietsch, 2:1 (54.) Jennifer Rust, 2:2 (62.), 2:3 (63.) 2:4 (79.) Anna Mirbach.

Gelbe Karten: keine

Zuschauer: 150

TV Jahn Delmenhorst:

Magdalena Flug (Spielführerin), Nadine Poppen, Leslie Redeker, Lynn Janning, Nathalie Heeren, Yvonne Hügen, Neele Delken, Sandra Göbel, Anna Mirbach, Jana Dasenbrock (64. Lena Walters), Simone Wimberg.

Nicht eingewechselt: Svenja Blancke, Michelle Lupprian, Kristin Meyer, Lena Frenzel.

Trainer: Claus-Dieter Meier

Sparta Göttingen:

Nina-Jaqueline Hall, Sarah Wohltmann, Ann-Kathrin Probst, Marie-Theres Kamp, Spielführerin Jennifer Rust, (89 Rita Spiller). Charlotte Bruch (83. Amelie Bruns), Mara Wrisberg, Malin Wilckens, Franziska Papen, Ramona Reichpietsch, Juliane Jühne (72. Laura Klose). Nicht eingewechselt: Jessica Schrader. Trainer: Norbert Meyer

Schiedsrichterin: Ramona Vatansever (Visselhövede)

Assistentinnen: Frauke Wichmann (Mittelstenahe), Imke Hinrichs.